Weil es zwei getrennte Systeme sind, die nur ähnlich aussehen. Vier Unterschiede erklären das meiste:
Getrennte Crawler, getrennte Indizes. Bingbot und Googlebot besuchen Ihre Website unabhängig voneinander, in unterschiedlichem Tempo, und jeder baut seinen eigenen Index. Eine Seite, die Google am Dienstag indexiert hat, kann eine Woche später noch nicht in Bings Index sein — und eine Seite, die Bing verworfen hat, kann bei Google weiter ranken.
Unterschiedlich viel Web. Googles Index ist größer. Bei Long-Tail-Anfragen hat Bing oft weniger Kandidatenseiten zu sortieren. Genau deshalb rankt eine kleine Website bei Bing manchmal deutlich höher für einen Begriff, den sie bei Google nicht knacken kann.
Unterschiedliche Gewichtung. Bings veröffentlichte Webmaster-Richtlinien stellen klare, offensichtliche Relevanzsignale voran: die Suchbegriffe im Title, in den Überschriften und im Text, dazu Autorität und Engagement auf Website-Ebene. Google setzt stärker darauf, die Suchanfrage zu interpretieren, umzuformulieren und zu erweitern. Eine Seite, die eine Phrase wörtlich trifft, schneidet bei Bing daher relativ besser ab.
Unterschiedliche Personalisierung. Beide Engines lokalisieren und personalisieren, aber nicht identisch, und Bings Ergebnisse für dieselbe Anfrage können sich zwischen den USA, Großbritannien und Deutschland stark unterscheiden. Deshalb fragt der Checker nach Land und Sprache, statt zu raten.
Nichts davon heißt, dass Sie separat für Bing optimieren. Es heißt, dass Bing eine zweite, unabhängige Lesart derselben Arbeit ist — und wenn die beiden Engines deutlich widersprechen, ist der Widerspruch selbst die Diagnose.